Kolumne von Markus Somm
Unsere Volksschule wurde ruiniert
Der Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid kritisiert mit deutlichen Worten das integrative Schulmodell – er hat recht, findet Publizist und Nebelspalter-Verleger Markus Somm.
Der Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid kritisiert mit deutlichen Worten das integrative Schulmodell – er hat recht, findet Publizist und Nebelspalter-Verleger Markus Somm.
Wovon man in anderen Kantonen nur träumen kann: Ein Präsident eines Lehrkräfteverbandes mit einem Praxisbezug und viel Common Sense. Fremdsprachen, Digitalisierung, Inklusion: Philipp Loretz spricht über die Herausforderungen an der Volksschule, äussert sich kritisch über den Dachverband der Schulleiter und fordert ein Umdenken beim Frühfranzösisch. Das Interview führte Benjamin Wirth für die BAZ.
Laut dem Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid ist das integrative Schulmodell in der heutigen Form gescheitert. Es sei wichtig, wieder Förderklassen für Kinder mit Einschränkungen einzuführen, sagt er im Gespräch mit Erich Aschwanden und Sebastian Briellmann. Dieses Gespräch ist in der NZZ erschienen.
LVB-«Vielschreiber» Roger von Wartburg hat schon viel erlebt, was Reaktionen auf seine Publikationen betrifft. Zu Jahresbeginn aber kam es zu einer Novität: Es wurde darum gebeten, sein Gedicht «Die Schule wird’s schon richten» vor dem Luxemburger Parlament rezitieren zu dürfen. Aber ja doch!
Jeder Fünfte unter 35 Jahren hat in Deutschland keinen Berufsabschluss und steuert auf Arbeitslosigkeit zu. Und das in einem Land, das die Berufslehre ähnlich wie in der Schweiz hochhält. Johannes Pennekamp fragt, welche Gründe dahinterstecken und ob ein Pflicht-Kindergartenjahr dagegen helfen könnte. Dieser Artikel ist zuerst in der FAZ erschienen.
Condorcet-Autor Wolfgang Kühnel, Mathematik-Professor aus Stuttgart, seziert in seinem unnachahmlich genüsslichen Stil die neusten bildungspolitischen Planwirtschaftsfantasmen der deutschen Bildungsbürokratie.
Die zunehmende Kommerzialisierung der Volksschule, insbesondere durch private Anbieter, kann aus pädagogischer Sicht als eine Art „Problembewirtschaftung“ verstanden werden. Dabei werden Probleme, die langfristige Lösungen erfordern, genutzt, um wirtschaftliche oder politische Vorteile zu generieren. Diese Vorgehensweise wird häufig mit dem Ziel verfolgt, Geschäftsmodelle zu etablieren, die auf den bestehenden Herausforderungen des staatlichen Bildungssystems aufbauen, ohne jedoch nachhaltige Lösungen anzubieten.
Wer war nochmal Helmut Schmidt, und könnten Gespräche in der Mensa in Zukunft nicht ebenso gut von einer Künstlichen Intelligenz bestritten werden? Ein Student blickt auf den Bildungsverfall seiner Generation. Wir bringen einen Artikel von Oskar Mahler, Medizinstudent in Münster, der in der FAZ erschienen ist.
Als Mathematikdidaktiker habe ich kaum Austausch mit Bildungspolitikerinnen und Bildungspolitikern. Aus dieser Distanz beobachtet scheint einiges, was die Bildungspolitik diskutiert, sinnvoll, es gibt gute Beispiele, wie wissenschaftliche Erkenntnisse positiv in die Praxis wirken, etwa im Startchancenprogramm, das sich der Schülerinnen und Schüler annimmt, die Gefahr laufen, abgehängt zu werden, das aber idealerweise noch mehr Schulen hätte erreichen sollen. Aber schon das Gegenstück dazu, ein entsprechend umfangreiches Programm zur Förderung von interessierten und leistungsstarken Schülerinnen und Schülern fehlt. Außerdem gibt es viele Themen, bei denen ich mich wundere, was in der Bildungspolitik passiert oder auch gerade nicht passiert. Gastautor Reinhard Oldenburg hätte da so einige Fragen.
Es ist geradezu paradox: Da schreiben immer mehr Menschen Bücher, die von immer weniger Menschen gelesen werden. In den letzten fünfzehn Jahren mussten allein in der Deutschschweiz weit über hundert Buchhandlungen schliessen oder wurden von grösseren Ketten übernommen. Wenn überhaupt Bücher gekauft wurden, so wurden sie immer häufiger bei Amazon online bestellt. Der Umsatz des Deutschschweizer Buchhandels ist in der gleichen Zeit um über zwanzig Prozent gesunken. Trotz dieses schrumpfenden Marktes erscheinen im deutschsprachigen Raum jährlich weit über 80’000 neue Bücher. Wer soll all diese Bücher kaufen? Zumal es dem Buchhandel in Deutschland und Österreich nicht viel besser geht als in der Schweiz. Ein Beitrag von Gastautor Mario Andreotti.