Was taugen Experten
Die Experten – Notare oder Priester
Condorcet-Autor Alain Pichard wird oft in den Medien als “Bildungsexperte” befragt, einen Titel, den er dankend ablehnt. Warum das so ist, erklärt er im folgenden Beitrag.
Condorcet-Autor Alain Pichard wird oft in den Medien als “Bildungsexperte” befragt, einen Titel, den er dankend ablehnt. Warum das so ist, erklärt er im folgenden Beitrag.
Nach zwei Legislaturperioden tritt die bernische Bildungs- und Kulturdirektorin, Christine Häsler, zurück. Ihr vermeintlich grosser Gegenspieler, Condorcet-Autor Alain Pichard, würdigt ihr Wirken.
Hans Schori ist der Gemeindepräsident von Seedorf, Grossrat im Kanton Bern, Berufssoldat und ein leidenschaftlicher Bio-Bauer. Er hat in einer eher konservativen Gemeinde zusammen mit seiner grünen Amtskollegin ein durchlässiges Oberstufenmodell ermöglicht, und das mit einem Prozess, für den man eigentlich nur einen Begriff verwenden kann: Basisdemokratisch in Reinkultur. Ratskollege und Condorcet-Autor Alain Pichard führte ein Interview mit ihm.
Condorcet-Autor Alain Pichard at his best. Wieder einmal gelingt es ihm, den alltäglichen Wahnsinn der gegenwärtigen Bildungsrealität humorvoll auf den Punkt zu bringen.
Nach dem sensationellen Sieg der norwegischen Dorfmannschaft über das grosse Inter Mailand, wartet die ganze Schweiz auf die Bezüge unseres Sportkenners und Bildungsexperten Philipp Wampfler.
Wir lieben ihn einfach, unseren pädagogischen Tausendsassa, der uns immer wieder verzückt. Auf LinkedIn publizierte Philipp Wampfler eine seiner gewagten Thesen: Die norwegische Medaillenhamsterei hänge mit dem Schulsystem zusammen, das keine Noten, Vergleiche oder Trennungen kenne. So schaffte es der beeindruckende Denker zum zweiten Mal in unsere Rubrik “Grosse Denker und Denkerinnen” aufgenommen zu werden. Zur Erinnerung: Seine erste Nominierung erhielt er, als er verkündete, Friedrich Dürrenmatts “Alte Dame”nicht mehr lesen zu lassen. Der Grund: Es komme in dem Stück mehrfach das Wort “N” vor.
Die Attitüde des «Ich habe es ja gesagt», geht Condorcet-Autor Alain Pichard ab, obwohl wir von der Redaktion ihm diese Aussage des Öfteren hätten unterschieben wollen. Der erfahrene Lehrer wählt einen anderen Ansatz: Die integrative Schule ist eine Fiktion. Und Integration ist keineswegs gescheitert. Man muss nur ehrlich sein. Alain Pichard reagiert auf ein Interview, das der NZZ-Journalist mit der LCH-Präsidentin Dagmar Rösler geführt hat (https://condorcet.ch/2026/01/integrative-schule-am-ende-sogar-die-feurigste-verteidigerin-scheint-den-glauben-verloren-zu-haben-und-verzichtet-auf-den-begriff/)
Die Debatte über allzu linke Lehrkräfte wurde durch eine Maturarbeit dreier Aargauer Schüler vor zwei Jahren befeuert. Seitdem werden in den eidgenössichen und kantonalen Parlamenten Vorstösse eingereicht, die die Neutralität des Unterrichts verlangen. Das sei ein Mythos, meint Condorcet-Autor Alain Pichard – selber Politiker, und sieht das Problem eher in einem falschen Berufsverständnis.
Condorcet-Autor Alain Pichard ist ein bekennender Atheist. Dennoch hat er überhaupt keine Mühe, Weihnachten zu feiern, biblische Geschichten zu erzählen und mit seinen Schülern in einer Kirche Weihnachtslieder zu singen. Denn: Poetisches Sprechen öffnet den Raum und sieht die Schönheit, und das Gute, und das Warten auf die gute Zukunft.
Condorcet-Autor Alain Pichard gehörte in seinen jungen Jahren auch zu den Personen, die versuchten, mit staatlichen Geldern im Bildungsbereich neue Stellen zu schaffen. Und er war darin durchaus erfolgreich, wie sein Rückblick in die 80-ger Jahre zeigt. Von einem älteren Kollegen wurde er dabei allerdings auf den Boden der Realität geholt, was ihm gar nicht passte. Ein selbstkritischer Bericht über ein aktuelles Thema.