Das heutige Zitat ist nicht mehr ganz neu. Es stammt aus der Studie zu Frühenglisch der Professorin Dr. Simone Pfenninger und ihres Kollegen Dr. David Singleton (2016). Sie resümierten damals: Frühenglisch bringe nichts. Diesem Zitat kann aber auch eine gewisse Allgemeingültigkeit nicht abgesprochen werden.
Die Linguistin Prof. Dr. Simone Pfenninger wies nach, dass Frühlerner keine Vorteile gegenüber Spätstartern haben. Sie arbeitet heute an der Universität Salzburg.
“Schließlich, und vielleicht am wichtigsten, stellt sich die Frage des möglichen Gesichtsverlusts; Bildungspolitiker sind nicht bereit, eine Intensivierung des Fremdsprachenunterrichts über kürzere Zeiträume später im schulischen Lehrplan (d.h. in der Sekundarschule) in Betracht zu ziehen, da dies mit ziemlicher Sicherheit als ‘Rückzieher’ und als Eingeständnis des Scheiterns der neuen Bildungsgesetze betrachtet würde”.
Nach der Tagung in Augsburg 2024 lädt die Gesellschaft Bildung und Wissen zu einer weiteren Tagung in Bonn ein. Es erwarten Sie starke Redner, viel Erkenntnisgewinn und spannende Debatten.
Thomas Brussig fordert in einem bemerkenswerten Beitrag in der Süddeutschen Zeitung, dass man in Zeiten der Pandemie mehr Diktatur wagen sollte. Ein Doppelsalto weg vom berühmten Spruch von Willy Brandt, der 1969 in seiner Regierungserklärung meinte, man solle mehr Demokratie wagen. Natürlich sieht der Condorcet-Blog hier auch interessante Perspektiven für die Bildungsbürokratie!
Schwanz einziehen geht halt nicht.