Der Condorcet-Blog hat eine doppelte Premiere. Einerseits schreibt eine junge 21-jährige zukünftige Lehrerin aus Deutschland für unseren Blog, was wir sehr begrüssen. Andererseits möchte sie dies nur unter einem Pseudonym tun, was uns sehr leid tut. Der Text entfaltet zwar eine äusserst kritische Sicht auf den heutigen Unterricht und damit auch auf die Ausbildung der zukünftigen LehrerInnengeneration, verstösst aber keineswegs gegen irgendwelche Vertraulichkeitsprinzipien, wodurch sich hier die Behörden gezwungen sähen, Massnahmen gegen die Autorin zu ergreifen. Es ist zweifelsohne besorgniserregend und sagt viel über den heutigen Zeitgeist aus, wenn sich junge Lehramtsabsolventinnen gezwungen sehen, kritische Texte nur anonym zu veröffentlichen. Der richtige Name und die Person sind der Redaktion bekannt.
You talked the talk, now walk the walk!
Der Herr ist ja wegen seines Alters fein raus. Die Frage bleibt, warum er das Wasser, das er jetzt predigt, in seiner 40jährigen Berufszeit nicht getrunken hat. Die Antwort ist einfach: Weil er nichts Ordentliches studiert hat.
Das empfinde ich als einen unfairen Angriff auf Herrn Dollase. Er hat sich ja als oppositioneller Bildungskritiker gegen den Mainstream profiliert und sich gerade nicht vom Zeitgeist korrumpieren lassen. Man vergleiche etwa seinen Beitrag “Gastkommentar: Gegen das Dogma von der Bildungsgerechtigkeit” bei news4teachers.de. Der ist im Netz frei verfügbar.