Der Condorcet-Blog wird zur Kenntnis genommen: Beitrag über das OSZ-Mett-Bözingen

Das in drei Teilen veröffentlichte Interview mit der Schulleitung des OSZ-Mett-Bözingen hat für Aufsehen gesorgt. Die beiden Schulleiter wurden mit Anfragen überhäuft und auch innerhalb der Condorcet-Gemeinde gaben deren Aussagen zu reden. Eine kurze Übersicht der Redaktion.

Einer unserer Lektoren schrieb zu seinen Korrekturen: «Die Aussagen lesen sich wie die Agenda der Erziehungsdirektion! Die werden entzückt sein!» Auch in der Redaktion gab es Bedenken. Das Interview könne auch als ein Hohelied auf die geleiteten Schulen verstanden werden. Eine sozialdemokratische Kantonsrätin fand das Interview bemerkenswert. Genau so müsse es in den Schulen funktionieren. Genau so muss auch die Debatte um die geleiteten Schulen funktionieren, findet die Redaktion des Condorcet-Blogs. Über die Auswirkung «der entscheidensten aller Schulreformen» (Condorcet-Autor Felix Hoffmann) müssen wir offen debattieren. «Zwei Ziele hat dieses Interview auf jeden Fall erreicht», meinte der Redakteur und Interviewer Alain Pichard. «Erstens zeigt es, dass Opposition gegen die Auswüchse der Schulreformen keineswegs heisst, dass man auf Innovation verzichtet. Und zweitens wird der Condorcet-Blog zur Kenntnis genommen, wie der Artikel des Bieler Tagblatts beweist.»

Wir erinnern daran, dass dieses Schulhaus auch zu den Initianten des lehrplankritischen Manifests «550gegen550» gehörte!

Link: http://www.bielertagblatt.ch/nachrichten/biel/von-der-getto-zur-vorzeigeschule

image_pdfAls PDF herunterladen

Verwandte Artikel

Gib acht auf die pädagogischen Gassen!

Sie hat sich in kurzer Zeit radikal gewandelt, die Schule. Wegleitend waren oft theoretische Postulate und Konzepte. Die Praxis konnte sich nicht wirklich verlässliche Ziele setzen. Im Gegenteil: Sie musste sich vielfach als pädagogische Querdenkerin zeigen. Carl Bossards Zwischenruf zum Schuljahresende lesen Sie im Condorcet-Blog.

«Denn alles Lehren ist mehr Wärmen als Säen» Teil 2

Levana ist in der römischen Mythologie die Schutzgöttin der Neugeborenen, deren Beistand angerufen wurde, wenn ein neugeborenes Kind dem Vater zu Füssen gelegt wurde, damit er durch Aufheben (levare) dasselbe als das seinige anerkenne und zur Erziehung übernehme. Die Quintessenz dieses theoretisch-pädagogischen Werkes, das in seiner skurrilen, verschnörkelten Weise nicht nur das Leben, sondern auch die Pädagogik in Dichtung verwandelt, bringt Jean Paul im Vorwort zur zweiten Auflage von 1811 mit folgenden Worten zum Ausdruck: «Leben belebt Leben, und Kinder erziehen besser zu Erziehern als alle Erzieher. Lange vor der ersten Levana waren überhaupt Kinder (d.h. also Erfahrungen) dessen Lehrer und die Bücher zuweilen die Repetenten.» * Wir bringen den Teil 2 des Essays unseres Condorcet-Autoren Georg Geiger.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert