6. Oktober 2022

Der Condorcet-Blog wird zur Kenntnis genommen: Beitrag über das OSZ-Mett-Bözingen

Das in drei Teilen veröffentlichte Interview mit der Schulleitung des OSZ-Mett-Bözingen hat für Aufsehen gesorgt. Die beiden Schulleiter wurden mit Anfragen überhäuft und auch innerhalb der Condorcet-Gemeinde gaben deren Aussagen zu reden. Eine kurze Übersicht der Redaktion.

Einer unserer Lektoren schrieb zu seinen Korrekturen: «Die Aussagen lesen sich wie die Agenda der Erziehungsdirektion! Die werden entzückt sein!» Auch in der Redaktion gab es Bedenken. Das Interview könne auch als ein Hohelied auf die geleiteten Schulen verstanden werden. Eine sozialdemokratische Kantonsrätin fand das Interview bemerkenswert. Genau so müsse es in den Schulen funktionieren. Genau so muss auch die Debatte um die geleiteten Schulen funktionieren, findet die Redaktion des Condorcet-Blogs. Über die Auswirkung «der entscheidensten aller Schulreformen» (Condorcet-Autor Felix Hoffmann) müssen wir offen debattieren. «Zwei Ziele hat dieses Interview auf jeden Fall erreicht», meinte der Redakteur und Interviewer Alain Pichard. «Erstens zeigt es, dass Opposition gegen die Auswüchse der Schulreformen keineswegs heisst, dass man auf Innovation verzichtet. Und zweitens wird der Condorcet-Blog zur Kenntnis genommen, wie der Artikel des Bieler Tagblatts beweist.»

Wir erinnern daran, dass dieses Schulhaus auch zu den Initianten des lehrplankritischen Manifests «550gegen550» gehörte!

Link: http://www.bielertagblatt.ch/nachrichten/biel/von-der-getto-zur-vorzeigeschule

Verwandte Artikel

Passepartout: Wie wäre es mit Grösse zeigen?

Nach der vierten miserablen Evaluation der exotischen Mehrsprachigkeitsdidaktik lancieren die Verantwortlichen immer noch Durchhalteparolen. Und sie scheuen sich nicht einmal davor, diese Resultate zu verstecken, anstatt sie offen und ehrlich zu kommunizieren. Dabei gäbe es auch andere Wege, mit Irrtümern umzugehen. Condorcet-Autor Alain Pichard weiss, wo er suchen muss!

Prima Nocte und die misshandelte Bildung – zum Change-Management

In unserem nördlichen Nachbarland ist der Lehrkräftemangel noch einiges heftiger zu spüren als in der Schweiz. Der deutsche Kunstlehrer Norbert Vetter, Mitglied der GBW, weist in seinem Beitrag auch auf die Konsequenzen hin, die er im Hinblick auf die Installierung der Top-down-Reformen hat bzw. wie dadurch das Change-Management vereinfacht wurde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.