21. Juni 2024

Stellungnahme zum neuesten Beitrag auf dem Condorcet-Blog „Ueli Maurer im Sprachbad ertrunken“ von Roland Stark

Sehr geehrter Herr Pichard, sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion des Condorcet-Blogs

Wir haben uns alle sehr auf den Condorcet-Blog gefreut. Das Projekt ist mutig und sehr wichtig. Endlich eine sachliche Auseinandersetzung über die brennenden Fragen der Volksschule – haben wir gehofft.

Der polemische Beitrag von Roland Stark lässt uns aber Böses ahnen. Er könnte der Auftakt zum Streit unter uns werden, wenn es dem Team nicht gelingt, diesen Fehler zu korrigieren.

Bis anhin haben die im Hintergrund agierenden Kräfte von der OECD bis zu EDK nämlich immer darauf zählen können, dass sie einfache Feindbilder zwischen Links und Rechts evozieren können, um die Beteiligten gegeneinander kämpfen zu lassen und so jegliche sachliche Diskussion im Keime zu ersticken: Divide et impera.

Wir erwarten in diesem Sinne von der Redaktion eine adäquate Auseinandersetzung über die Diskussionskultur auf diesem Blog, damit wir ihn wie bis anhin nicht nur finanziell, sondern auch ideell unterstützen können.

Freundliche Grüsse

Starke Volksschule St.Gallen

Hanswalter Guidon, Präsident

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Zitat der Woche: Hannah Arendt

Hannah Arendt diagnostizierte die Einsamkeit und Isolation der Menschen als Bedingung dafür, dass totalitäre Herrschaft überhaupt Akzeptanz und Zuspruch gewinnt. Für den Durchschnittsmenschen ist oft nichts schwerer zu ertragen als das Gefühl, keiner größeren Gruppe zuzugehören. Selbst wenn man einer Ansicht eher kritisch gegenübersteht, zieht man es doch oft vor, ihr nicht zu widersprechen, sobald man dadurch riskiert, aus einer Gruppe ausgeschlossen zu werden. Man konnte, wie Erich Fromm 1941 in „Die Furcht vor der Freiheit“ schrieb, damals beobachten, wie vielfach auch Menschen, die keine Nazis waren, den Nazismus gegen Kritik verteidigten, weil sie das Gefühl hatten, dass ein Angriff auf den Nazismus ein Angriff auf Deutschland war.

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