25. Oktober 2020

Stellungnahme zum neuesten Beitrag auf dem Condorcet-Blog „Ueli Maurer im Sprachbad ertrunken“ von Roland Stark

Sehr geehrter Herr Pichard, sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion des Condorcet-Blogs

Wir haben uns alle sehr auf den Condorcet-Blog gefreut. Das Projekt ist mutig und sehr wichtig. Endlich eine sachliche Auseinandersetzung über die brennenden Fragen der Volksschule – haben wir gehofft.

Der polemische Beitrag von Roland Stark lässt uns aber Böses ahnen. Er könnte der Auftakt zum Streit unter uns werden, wenn es dem Team nicht gelingt, diesen Fehler zu korrigieren.

Bis anhin haben die im Hintergrund agierenden Kräfte von der OECD bis zu EDK nämlich immer darauf zählen können, dass sie einfache Feindbilder zwischen Links und Rechts evozieren können, um die Beteiligten gegeneinander kämpfen zu lassen und so jegliche sachliche Diskussion im Keime zu ersticken: Divide et impera.

Wir erwarten in diesem Sinne von der Redaktion eine adäquate Auseinandersetzung über die Diskussionskultur auf diesem Blog, damit wir ihn wie bis anhin nicht nur finanziell, sondern auch ideell unterstützen können.

Freundliche Grüsse

Starke Volksschule St.Gallen

Hanswalter Guidon, Präsident

Verwandte Artikel

Mut zur Freiheit

Überlastung und Anpassungsdruck war das Thema der 2. Tagung «Time for Change?» in Wuppertal, die durch ihre ungeschminkten Analysen Mut machte für einen Kurswechsel im deutschsprachigen Bildungswesen.

Britische Schulreformen und die Schweiz, Teil 2

In den Jahren 1992 bis 1994 besuchten britische Schulexperten und Schulpraktiker über 50 Schullektionen in einem Dutzend Schulen in der Schweiz, um das Schweizer Schulsystem zu studieren und mit dem britischen zu vergleichen. Weil die britischen Schulreformen zu einem Desaster geführt hatten, begannen 1995 in London Versuche mit der Einführung des Klassenunterrichts nach dem Vorbild der besuchten Zürcher Schulklassen. Die wissenschaftliche Auswertung wurde 1997 von der Universität Cambridge als Buch veröffentlicht. Lesen Sie heute den 2. Teil dieser spannenden Historie, die Peter Aebersold ausgegraben hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.