2. Januar 2026
Bildungswege

Ursula Renold, warum wird der gymnasiale Weg überschätzt?

Für die Bildungsexpertin Ursula Renold ist ein Hochschulabschluss schon lange keine Versicherung für eine erfolgreiche Karriere mehr. Wer ihn doch erlangen will, kann seinen Bildungsweg getrost mit Sekundarschule und Berufslehre starten. Wir bringen einen Beitrag aus den ETH Zürich-News (“Perspektiven”).

Interview zur Bildungskrise

Wer hat die Definitionsmacht über die Schulen übernommen?

Was in der Schule gelehrt und wie unterrichtet wird, bestimmt inzwischen ein kleiner Bildungszirkel: bürokratisch abgeschottet, akademisch abgehoben und weitgehend abgekoppelt von der Schulwirklichkeit. Für die Lehrer, Schüler, Eltern sowie die Wirtschaft und Gesellschaft sind die Folgen verheerend. Wer gefordert ist, was wirkt und wie die pädagogische Wende für die Schulen des 21. Jahrhunderts zu schaffen ist, zeigt Condorcet-Autor Carl Bossard im aufrüttelnden Interview mit “SICHTWEISENSCHWEIZ.CH” auf – scharfsinnig, sachverständig, schlüssig.

Integration

“Einige kommen später, gehen früher oder schlafen im Unterricht”

Hunderttausende Migranten belegen jedes Jahr Integrationskurse. Was einst als Herzstück der Integration gepriesen wurde, läuft längst ohne Kontrolle ab. Schüler schwänzen oder fallen durch, gezahlt wird trotzdem. Eine Lehrerin berichtet darüber in einem Interview, der zuerst in der deutschen WELT erschienen ist.

Nicht nur in der Bildung wird geschwurbelt

Aufgeblasene Nullbotschaften

Achtung: Dieser Beitrag ist kein Text über Bildung. Aber warum kommt uns das, was der Feuilletonist der FAZ, Jürgen Kesting, hier schreibt, so bekannt vor? Es mag amüsant sein, dass es in anderen Bereichen der Kultur und Bildung ähnlich zu- und hergeht, wie in der Bildungspolitik. Ein Trost ist es nicht. Übrigens: In Dortmund kann man “Medien und Musikjournalismus” studieren. Der Beitrag ist in der FAZ vom 11.10. erschienen. Wir bringen einen Auszug.

Bildungsforscher

John Hattie warnt vor falsch verstandener Individualisierung des Lernens

Viele Schulen setzen auf individualisiertes, selbstgesteuertes oder personalisiertes Lernen – in der Hoffnung, jedem Kind damit bestmögliche Lernchancen zu eröffnen. Doch der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie warnt: Zu viel Eigensteuerung kann das Lernen eher bremsen als beflügeln. Er plädiert für ein “maßgeschneidertes Lernen”, das auf professioneller Diagnostik und gemeinschaftlichem Lernen basiert.

Gastkommentar

Sprache ist mehr als nur Kommunizieren: Der Erwerb der Erstsprache ist die Basis von Bildung

In der hitzigen Debatte über den Fremdsprachenunterricht wird oft übersehen, dass eine solide Basis in der Erstsprache grundlegend ist für den Erwerb weiterer Sprachen wie für die erfolgreiche Vermittlung von Lernstoffen in den anderen Schulfächern. Wir bringen einen Kommentar der Psychologin und Heilpädagogin Eliane Perret, der zuerst in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) erschienen ist.

Entfremdung

Schulen verschließen sich zunehmend der Bildungsforschung

Immer weniger Schulen lassen Forschende in ihre Klassenzimmer. Was früher selbstverständlich war – dass WissenschaftlerInnen Datenerhebungen an Schulen durchführen dürfen –, wird heute zunehmend zur Ausnahme. Eine Initiative soll gegensteuern.

Integrative Schule – dysfunktional und ineffizient?

Um was es eigentlich geht – das Lernen

Condorcet-Autor Carl Bossard und der emerierte Professor Gerhard Steiner plädieren dafür, sich wieder dem Kernauftrag der Schule bewusst zu werden: Die Schüler gehen in die Schule, um etwas zu lernen. Es geht um Fokussierung, Übungsdichte und die Eindämmung eines exorbitanten organisatorischen und personellen Aufwands. Die Artikel ist vor einiger Zeit in der NZZ erschienen.

Deutschland - IQB Bildungstrend 2024

Neue Bildungsstudie: Absturz bei Mathe, Bio, Physik und Chemie

Der IQB-Bildungstrend 2024 zeichnet laut einem Vorabbericht der “Bild”-Zeitung ein düsteres Bild vom deutschen Bildungswesen. In der Sekundarstufe I haben die Leistungen in den Fächern Mathe, Bio, Chemie und Physik erneut stark nachgelassen, wie die WELT aus dem Vorabbericht zitierte. Zwei Ursachen sind für die Forscher entscheidend.