20. Oktober 2020

Wiener Schulreform

Österreichs Schulreform – demokratisch von unten

Die Voraussetzungen zum Gelingen von Schulreformen sind vielfältig. Das Beispiel der österreichischen und Wiener Schulreform in der Ersten Republik soll zeigen, welche Voraussetzungen aufgrund der Praxiserfahrungen geschaffen wurden, um die Reform zu einem international viel beachteten Erfolg führen zu können. Und es zeigt uns, dass grundlegende Bildungsreformen auch unter Einbezug der direkt Beteiligten möglich sind. Peter Aebersold erzählt uns die atemberaubende Geschichte.

Logopädie – erfolgreich integrierende Therapie

Kinder würden “unnötig therapiert” oder “Therapien würden dauernd zunehmen” ist eine – auch durch die Medien – weitverbreitete Meinung. Dabei werden die schulischen Therapien oft mit der Sonderpädagogik verwechselt. Es ist schon vorgekommen, dass Politiker solche Falschmeldungen als Grund für Budgetkürzungen genommen haben. Leidtragende sind dann immer die Kinder, die deswegen keine Therapie erhalten und denen so die Zukunft verbaut wird. Unser Autor Peter Aebersold überrascht unsere Redaktion immer wieder mit seinem Flair für den Sonderunterricht und die Beschreibung grosser Persönlichleiten, welche in diesem Bereich wirkten.

Die Wiener Schulreform 1920: erstaunlich modern und dennoch mit Augenmass

Die Schulreform im Roten Wien (1919 bis 1934) bleibt in ihrer Art und als staatliches Modell bis heute unerreicht und vorbildhaft. So schrieb die NZZ zum diesjährigen 150. Geburtstag von Alfred Adler, dem individualpsychologischen Mentor der Wiener Schulreform: „Von diesem Psychologen wäre heute viel zu lernen“. Dieser meinung ist auch Peter Aebersold, der dieses bei uns eher unbekannte Projekt den Condorcet-Leserinnen und -Lesern vorstellt.