28. Februar 2021


Elternproteste gegen Joe Bidens “Test-Entscheid”

Der Entscheid der Biden Administration, weiterhin auf Tests zu setzen, löste in den USA Proteste aus. Der Condorcet-Blog berichtete gestern darüber ( https://condorcet.ch/2021/02/bidens-erstes-gebrochenes-versprechen-schulen-muessen-die-standardisierte-tests-in-diesem-fruehjahr-durchfuehren/ ). An vorderster Front ein Elterndachverband im Staat New York. Diane Ravitch berichtet.

Bidens gebrochenes Versprechen: Schulen müssen die standardisierten Tests in diesem Frühjahr durchführen

Die US-amerikanische Pädagogin Diane Ravitch engagierte sich stark für die Präsidentschaft von Joe Biden. Nun musste sie eine erste Enttäuschung hinnehmen. Joe Biden hält an den Tests fest und möchte sie sogar im Jahr der Pandemie starten. Unverständlich sei das, findet Diane Ravitch und erklärt uns noch einmal die Testkultur in ihrem Land.

Lese Tipp: Dirk Reinhardt „Über die Berge und über das Meer“

Ruth Wiederkehr, Schulleiterin im Oberstufenzentrum Mett-Bözingen in Biel, hat ein Buch entdeckt, mit dem sich die Flüchtlingsproblematik trefflich im Deutschunterricht behandeln lässt. Es sei, so die Deutschlehrerin, eben auch ein Buch für ihre Schülerinnen und Schüler hier in Biel.

Jetzt kann «Mille feuilles» entsorgt werden

Der Condorcet-Blog veröffentlicht hier einen Beitrag von Thomas Dähler, Journalist, der am 19.2.21 in der Basler Zeitung erschienen ist. Die Redaktion des Condorcet-Blogs weist daraufhin, dass die Basler Zeitung in den vergangenen Jahren den kritischen Stimmen gegen dieses unmögliche Lehrmittel immer Raum gegeben hat.

Kompetenzorientierung als Indiz pädagogischer Orientierungslosigkeit Teil 2

Im zweiten Teil seiner Kompetenzkritik erklärt Professor Ladenthin, weshalb das Erkennen von Buchstaben nicht heisst, dass man lesen und verstehen kann. Erst die Kultur mache aus Kompetenzen Bedeutsamkeiten.

Die grosse Mehrheit der Lehrkräfte ignoriert die schwurbligen Kompetenzbeschreibungen

Nach Jan Kirchmayr legt nun Alina Isler von der Starken Schule beider Basel die Argumente für ihre Initiative dar. Sie sei, so die frischgebackene Condorcet-Autorin, eine Reaktion auf die Unwilligkeit der Behörden, mit den Stofflehrplänen vorwärts zu machen und damit den Volkswillen zu achten.

Nein zur Willkür!

Der Kanton Baselland gehört je nach Blickwinkel zu den rebellischsten oder zu den reaktionärsten Kantonen in der Schweizer Bildungslandschaft. Ob Abkehr vom irrwitzigen Kompetenzwahn oder der Einführung der Lehrmittelfreiheit, in diesem Kanton sorgt ein forscher Lehrerverband und eine breite Allianz der Vernunft für eine Bildungspolitik, die diesen Namen auch verdient. Mit der Lehrplaninitiative der Starken Schule beider Basel brechen nun aber auch Gräben in dieser Allianz auf. Fast alle Parteien, welche vor mehr als einem Jahr noch die Lehrmittelfreiheit in einer denkwürdigen Abstimmung durchgesetzt hatten, lehnen diese Initiative ab. Das NEIN begründet der SP-Landrat Jan Kirchmayr.

Kompetenzorientierung als Indiz pädagogischer Orientierungslosigkeit Teil 1

In den “Kompetenzdiskurs” greift nun auch Professor Volker Ladenthin, Erziehungswissenschaftler an der Universität Bonn, ein. Wir bringen seinen Beitrag in drei Teilen. Im ersten Teil beschäftigt sich Herr Ladenthin mit den begrifflichen Unklarheiten und der bedenklichen Ausweitung des Kompetenzbegriffs. Die Kompetenzschulung, so Ladenthin, bilde den Menschen nicht, sie modelliere ihn vielmehr.

«Leichte Sprache»: herablassend und dumm

Professor Mario Andreotti gilt bei uns als ein Anwalt der Sprachpflege. Die zunehmenden Bemühungen, leseuntüchtigen Bürgerinnen und Bürgern möglichst leichte Texte zu unterbreiten, sieht er skeptisch.

Warum Kompetenzen den Kern von Bildung darstellen – und was daraus folgt

Philippe Wampfler, Mittelschullehrer, Fachdidaktiker, Kulturwissenschaftler und Experte für Lernen mit Neuen Medien, antwortet in seinem Artikel auf einen Beitrag von Condorcet-Autor Carl Bossard “Kompetenz ohne Wissen? Vom unüberlegten Gebrauch eines wichtigen Wortes”, erschienen in der Quartalsinformation des Mittschullehrpersonenverbandes Zürich (Qi 4/20, S. 8-12). Für Philippe Wampfler sind viele seiner Einwände gegenüber der Kompetenzorientierung wenig stichhaltig. Guter Unterricht werde mit Verben beschrieben, nicht mit Nomen.