9. Dezember 2019

In eigener Sache: Paten und Patinnen gesucht!

Wir verzichten hier auf Eigenlob und beschränken uns auf Fakten. Der Condorcet-Blog scheint zu funktionieren: Steigende Leserzahlen, zahlreiche Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland, Einfluss auf politische Debatten, eine offene Diskursfähigkeit linker, liberaler und konservativer Persönlichkeiten, Echo in der Presse und über 180 Beiträge in fünf Monaten. Die erste Phase ist geglückt, die Stimmung gut, die Finanzen in Ordnung. Deshalb startet der Trägerverein nun die 2. Phase der Konsolidierung mit einem Finanzaufruf! Gesucht sind Patinnen und Paten, welche die Idee unseres Blogs unterstützen. In den kommenden Tagen finden Sie in Ihrem Briefkasten oder in Ihrer Mail-Box die nötigen Infos. Unsere Präsidentin des Trägervereins erklärt Ihnen im nachfolgenden Beitrag, um was es geht!

Zitat der Woche aus Darmstadt

Allenthalben flüchtet man sich in neue Vorschläge, um den gewaltigen Doppelflop “Frühfranzösisch” und “Passepartout-Mehrsprachendidaktik” zu retten. Das geht von Anpassungen, mehr Ressourcen, Immersionslektionen bis zu der Forderungen nach obligatorischen SchülerInnenaustauschen.

Das EDK-Frühfremdsprachenkonzept: Eine Parabel in sechs Akten oder Wie aus Reformitis Big Business wird

Am Donnerstag, den 2. Juni 2016, veröffentlichten die heutigen Condorcet-Autoren Urs Kalberer, Philipp Loretz, Alain Pichard, Roland Stark und Felix Schmutz einen aufwändig recherchierten Artikel über das Frühfremdsprachenkonzept. Der Beitrag wurde in der BAZ veröffentlicht und füllte damals eine ganze Seite. Angesichts der heutigen Entwicklung in Sachen Passepartout-Lehrmittel ist dieser Beitrag sehr aktuell und brisant, weshalb wir ihn hier noch einmal veröffentlichen. Wer ihn liest, wird besser verstehen, wie es zu diesem Desaster gekommen ist, wer hier die Verantwortung trägt und wie Geschäftsinteressen elementare pädagogische Einwände weggewischt haben.

Offener Brief zum Passepartout-Debakel: Genug ist genug!

Nachdem Condorcet-Autor Felix Schmutz die vernichtende Evaluation von «Mille feuilles» durch das Institut für Mehrsprachigkeit (IfM) auf dem Condorcet-Blog publik gemacht hatte (siehe https://condorcet.ch/2019/09/das-unruehmliche-schicksal-von-passepartout/ 2.10.19), war klar, dass die Befürworter der Lehrmittelreihe die nun bereits vierte miserable Evaluation entgegennehmen mussten. Das daraufhin folgende Versteckspiel, die immer noch geäusserten Durchhalteparolen und das Relativieren der Ergebnisse haben nun aber Lehrerinnen und Lehrer, welche mit den neuen Lehrmitteln unterrichten mussten, und Bildungspolitiker, die schon lange auf die Missstände hingewiesen haben, zu einem offenen Brief veranlasst, den die Redaktion des Condorcet-Blogs hiermit veröffentlicht! In ihrem durchaus gemässigten Schreiben verlangen die Unterzeichnenden nicht einen Verzicht auf die Passepartout-Lehrmittel, aber die Möglichkeit, alternative Lehrmittel einzusetzen. Ausserdem werden drängende Fragen zum ganzen Projekt gestellt.